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Als Teil einer Serie, die den klaren und nachvollziehbaren Aufbau eines Ecommerce Setups erläutert, wollen wir uns in diesem Beitrag die Ecommerce Grundlagen für Facebook anschauen. Auf die einzelnen Klickschritte verzichte ich dabei – Anleitungen dazu gibt es genug und habe ich mitverlinkt.

Kommentiert gerne bei Ergänzungen oder Fragen – this journey is 1% finished 😉

Business Manager einrichten

Der Business Manager wurde von Facebook im Oktober 2014 eingeführt und führt alle elementaren Funktionen für die Anzeigenschaltung an einem Ort zusammen. Was zuvor noch über das private Konto oder sogenannte “Grey Accounts” lief, also der Zugriff auf Seiten, Werbekonten und deren Rechteverwaltung, lässt sich nun komfortabel verwalten, auch wenn viele Grey Account-Nutzer der alten Schule dem Business Manager Anfangs skeptisch gegenüberstanden. Doch dadurch, dass man im BM längst auch den Zugriff auf Pixel, Apps, Produktkataloge und Instagram-Konten verwaltet, möchte man gar nicht wissen, wie das mit den alten Bordmitteln ausgesehen hätte.

Kurz gesagt: Wer es mit Facebook Ernst meint, sollte den Business Manager für das eigene Unternehmen einrichten.
Im Ads Manager sollte man dazu auf die eingeblendete Nachricht klicken, die die Migration zum Business Manager vorschlägt und die folgenden Schritte durchgehen. Die detaillierte Beschreibung findet sich in der Facebook-Hilfe.

Facebook Marketing Partner auswählen

Partnerauswahl auf https://facebookmarketingpartners.com/

Um einfach mal eine Zahl zu nennen, ab der es sinnvoll ist, auf einen Marketing Partner zu setzen, schreibe ich hier ab 5.000 Euro/Dollar/Franken/Pfund aufwärts. Der Power Editor ist zwar auch sehr gut, aber neue Funktionen finden sich meist zuerst bei den Marketing Partnern (wir reden hier von einer Zeitdifferenz von 1-2 Monaten – exklusive Betatests ausgenommen), denen es teilweise auch gelingt kluge Zusatzfunktionen laufend hinzuzuentwickeln, die einen echten Mehrwert bieten. Hier einige Beispiele:

Makemereach ist in der Lage, App-Anzeigen zu schalten, sobald eine bestimmte Position im Appstore nicht mehr gehalten wird. Makemereach integriert darüber hinaus auch noch Nielsen-Zahlen, um Kampagnen über z.B. GRP besser planen zu können.

Upcast Social, nun Mediamath, kann Kampagnen dem Wetter entsprechend aussteuern, um so relevantere Anzeigen zu schalten.

SocialMoov kennt jedes Fernsehprogramm und kann Anzeigen schalten sobald im Fernsehen Werbung läuft.

Smartly optimiert auf Basis von Konversiondaten das Budget einzelner Kampagnen automatisch, um erfolgreichen Kampagnen mehr Budget zuweisen und weniger erfolgreichen entsprechend weniger.

Bekannt sind sicherlich auch Nanigans, wenngleich mit US-Fokus, sowie Alchemy Social, die zusammen mit TBG einer der ersten 3 API-Partner waren, damals noch als Techlightenment, bevor sie von Experian gekauft wurden.

Fast alle diese Marketing Partner beanspruchen einen Prozentsatz auf das Mediavolumen als Nutzungsgebühr, esome verlangt zusätzlich einen Mindestumsatz von 10.000 Euro, Experian/Alchemy Social 5.000 Euro. Ganz für den Anfang reicht wie gesagt auch der Power Editor.

Bonus: Ad-Server

Ich komme nicht drum herum an dieser Stelle auch auf Atlas zu verweisen, auch wenn die Kosten für einen eigenen Adserver und die Migration eben dessen für die meisten keine Entscheidung ist, die über Nacht getroffen wird.
Ehemals von Microsoft eine ziemlich grausam zu bedienende Ad-Server-Lösung, übernahm Facebook 2013 die Zügel und krempelte die Technologie grundlegend um. Und nicht nur das: Auf Basis von Facebooks people-based marketing ist es mit Atlas möglich, das Cross-Device-Dilemma des Cookie-Trackings zu lösen, und Kampagnen entsprechend deutlich akkurater auszusteuern, als die Konkurrenz. Für den Einstieg in dieses Problem empfehle ich folgenden Artikel: Finding Optimal Ad Frequency in a People-Based World.
In der ersten Hälfte des Jahres 2016 soll zusätzlich eine DSP dazukommen, eine Demand-Side Platform, die es ermöglicht Programmatic zu kaufen. Auch dies wieder Nutzer- statt Cookie-basiert.